Großes Kino – Dialoge XXXVI

3. Aug. 2010

taz: Lange hat die Union für die Fußfessel geworben, jetzt ist ihr diese Maßnahme plötzlich zu lasch. Soll man die Täter doch lieber länger wegsperren?

Küppersbusch: Darf man aber nicht, ätsche. Sagt der Europäische Menschenrechtshof: “Nulla Poena sine lege”, klingt wie ein cooler Albumtitel für eine Gothicband und ist auch ein Urquell der Gerechtigkeit: “Keine Strafe ohne Gesetz”. Untherapierbare und gemeingefährliche Schwertsverbrecher dürfen nicht mehr – wie bisher üblich – “nachträglich sicherheitsverwahrt werden”. Denn das verstößt gegen das o. g. “Rückwirkungsverbot”. Heißt: die Behörden müssen Höchstgefährliche laufen lassen. Die sollen dann wenigstens, so der FDP-Plan, Fußfesseln tragen. Die Union besorgt, dass dies pathologische Kandidaten nicht am Wiederholungstätern hindern könne, und das ist eine humanere Formulierung für SPD-Schröders “Wegsperren, und zwar für immer”. Und dass ich den Gedanken durchaus verstehen kann, muss am Alter liegen. Z. B. dem meiner Tochter.

Wie geht’s uns, Herr Küppersbusch?

Can i explain?

16. Jul. 2010

Eine großartige Kirstie Alley und Dialoge – himmlisch:

Er: “l cannot understand why
the most sophisticated of women…
can’t tell the difference between…
a meaningless, hot, passionate
sexual affair…
and a nice, solid, tranquil,
routine marriage.”

Sie: “Tell me, was she the only one,
or were there others?”

Er: “Amy Pollack was the only one.
May God strike me dead if l lie.”

Sie: “You’re an atheist, Harry!”

Er: “We’re alone in the universe.
Gonna blame that on me too?”

Deconstructing Harry – Woody Allen – The Affair

Er: “You think getting a blowjob…
from a big-bosomed 26 year old is pleasurable for me?”

Sie: “You’re making me sick!
l can’t believe this!”

Er: “You’re overreacting.”

Sie: “l’m not overreacting!”
Are you telling me that every week for – months… you’ve been with her in a hotel?

Er: “That’s so crazy! No, of course not!
l rented an apartment.”

Großes Kino – Dialoge XXXV

24. Mai. 2010

FAZ: Was ist Ihr Interesse am „Tatort“?

Schmidt: Hass? Ich bin ja ein großer Freund des Hassfernsehens.

FAZ: Hass auf wen?

Schmidt:
Überwiegend auf die Assistenten. Und auf alle, die im „Tatort“ Dialekt sprechen müssen. Das ist die größte Demütigung seit Erfindung der Menschenrechte.

Harald Schmidt im Gespräch: Das ist alles Geblubber

Großes Kino – Dialoge XXXIV

3. Mai. 2010

taz: Müssen wir uns vor Ratingagenturen fürchten?

Küppersbusch: Nee, vor den Irren, die dran glauben. Sie beziehen ihre Macht ja von den Staaten, die über Rating-bewertete Anleihen ihre Schuldenhaushalte beatmen. Sie können auch niemanden verhaften, weil er “alles auf Uschi im dritten Rennen” flüstert. Man muss den packen, der auf so was zockt.

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

“Der Tod, das muss ein Wiener sein”

23. Apr. 2010

Die Figuren, die Sie spielen, haben immer etwas von traurigen, am Leben gescheiterten Verlierertypen.

Was wäre denn ein Siegertyp, den ich spielen könnte? Das ginge doch gar nicht, schon allein aufgrund meiner Körperhaltung.

Joseph Hader im Interview – “Jeder Mensch ist eine Ich-AG”

Großes Kino – Dialoge XXXIII

8. Apr. 2010

taz: Die Bischofskonferenz eröffnet eine neue Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs. Besser spät als nie?

Friedrich Küppersbusch: Und der Bock ne Gärtnerei.

(taz via ralkorama)

Großes Kino – Dialoge XXXII

25. Mrz. 2010

Kunde: „Habe neuen Computer. Onlineshop ist weg. Bitte neu auf meinem Computer installieren.“
Dienstleister: „Es ist ein Onlineshop – den erreichen Sie von jedem Computer mit Internetanschluss.“
Kunde: „Mir egal, bitte neu installieren.“
Dienstleister: „Onlineshop wieder installiert. Hier erreichbar: www.onlineshopname.de – Rechnung kommt per Post.“

via kunden.ausderhoelle.de

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