In der ZEIT erklärten verschiedene Autorinnen und Autoren in verschiedenen Texten zum Jahreswechsel, was wir brauchen und was nicht mehr: „Weg damit – her damit“:
“»Lebensratgeber« sind in Buchhandelskettenläden die großen Renner, all die Anleitungen zum Glücklichsein, Jungsein, Fitsein, Schlanksein, Starksein, Schönsein, Nützlichsein. [...] Wer noch nie depressiv war, der kann es hier werden.”
Sternstunde Philosophie: “Frankfurter Kant-Forscher Marcus Willaschek wissen, weshalb Kant bis heute aktuell ist, was er mit dem Film «The Matrix» und mit Hirnforschung zu tun hat und weshalb Kant in den gegenwärtigen Debatten um Organhandel und Humanitäre Interventionen auftaucht.”
Nur für kurze Zeit: Das wunderbares Porträt zeigt den US-Schriftsteller Philip Roth in seinem Alltag, bei der Arbeit und bei der Lesung von Ausschnitten seiner Texte. Es entstand im Herbst 2010, unmittelbar vor dem Erscheinen seines Romans “Die Demütigung”.
“He founded Project Gutenberg, which is recognized as one of the earliest and longest-lasting online literary projects. He often told this story of how he had the idea for eBooks. He had been granted access to significant computing power at the University of Illinois at Urbana-Champaign. On July 4 1971, after being inspired by a free printed copy of the U.S. Declaration of Independence, he decided to type the text into a computer, and to transmit it to other users on the computer network. From this beginning, the digitization and distribution of literature was to be Hart’s life’s work, spanning over 40 years.”
Mark Frauenfelder über Michael Stern Hart, Erfinder des Ebooks, der im Alter von 64 Jahren gestorben ist.
“Wenn man mengenweise psychotrope Drogen einpfeiffen muss, nur um die selbst ausgesuchte Musik ertragen zu können, dann ist da irgendwas schwer verquer in der Kausalitätskette.”
“McLuhan hat den üblichen Intellektuellen hier einen Faustschlag versetzt, wie damals Freud mit seiner Konstruktion, dass das Ich nicht Herr im eigenen Haus ist und der Mensch vom Unbewussten gesteuert wird. McLuhan nimmt denen das Buchstabenwesen weg, […] die ganze Aura der Wahrheit und der Wahrheitsspeicherung. […] Das hat ihm das europäische Denken bis heute nicht verziehen”.
Klaus Theweleit über den Medientheoretiker Marshall McLuhan, der heute 100 geworden wäre.
Außerdem:
wired – The Wisdom of Saint Marshall, the Holy Fool
(dra) – Der Kanadier schrieb über alte und neue Medien. Wer seine Bücher aus den 60er-Jahren heute liest, entdeckt Passagen, die wie gemacht scheinen für den Zauber der digitalen Gegenwart mit Internet, social media, Web 2.0. Was ist geblieben von seinen Thesen?
(cm) – Eine kritische Würdigung von Peter Münder
(dra-audio) – Ein Gespräch mit dem Medienphilosophen Lorenz Engell Sinnlicher Querdenker der Medientheorie
(draw) - Ein Gespräch mit Timo Grampes “Das Medium ist die Botschaft” im “globalen Dorf”
(dra) – Ein Kalenderblatt mit O-Tönen über den einstigen Theoriestar
Robert Misik schreibt über McLuhans Satz “Das Medium ist die Botschaft”: “Steile These, heute etwas flach. Wobei es natürlich ihre geniale Wahrheit ist, die sie zur Banalität macht.” (mehr hier, hier, hier, hier und hier)