Kategorie: aus der tiefe des netzes

Kickend

Crowdfunding (crowd für (Menschen-)Menge und funding für Finanzierung‘ selten auch Schwarmfinanzierung) hat in den letzten beiden Jahren bei uns deutlich an Sexyness gewonnen und etablierte Finanzierungen alt aussehen lassen. Du brauchst nur die richtige Idee und kannst Erfolg haben. Das ist das Narrativ von Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter. Es gibt viele erfolgreiche Projekte aus den Bereichen Gadgets, Software, Filme. So weit so bekannt. Die meisten Projekte aber scheitern: Keine Unterstützer, kein Erfolg.

Der italienischer Künstler Silvio Lorusso hat sie alle auf seiner Website Kickend vereint. 10.000 bisher, ihre Anzahl wächst: „Die Erzählung von Kickstarter ist die des Sillicon Valley: Jede gute Idee wird Erfolg haben“, sagt Lorusso. „Wir müssen aber mehr sehen als das, was uns vom Kickstarter-Algorithmus angezeigt wird. Wie müssen die ganze Breite an Ideen sehen, die dort existiert. Auch wenn diese kein Geld einsammeln.“

www.kickend.com

Here’s how we take back the Internet

ted.com: „Appearing by telepresence robot, Edward Snowden speaks at TED2014 about surveillance and Internet freedom. The right to data privacy, he suggests, is not a partisan issue, but requires a fundamental rethink of the role of the internet in our lives — and the laws that protect it. „Your rights matter,” he say, „because you never know when you’re going to need them.“ Chris Anderson interviews, with special guest Tim Berners-Lee.“

Watch or download the show at www.ted.com

via swen.antville.org

De:Bug verabschiedet sich

Die nächste Ausgabe der De:Bug wird wahrscheinlich die letzte sein. Nein, kein Witz. Zeit, Abschied zu nehmen. Ein unabhängiges Magazin (manchmal denken wir immer noch es wäre eine Zeitung)zu machen, ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden und die Beine, die man sich dafür ausreißen musste, wachsen auch nicht nach. Sechzehn Jahre Untergrund für alle! Ihr kennt die Geschichte.

 

de-bug.de/blog

Google und die Macht des Wissens

Eine universale digitale Bibliothek, für alle verfügbare Informationen als Geschenk an die Menschheit?

Im Jahr 2002 fing Google an, Weltliteratur einzuscannen. Man schloss Verträge ab mit den größten Universitätsbibliotheken wie Michigan, Harvard und Stanford in den USA, der Bodleian Bibliothek in England und der Katalanischen Bibliothek in Spanien. Das Ziel war nicht nur eine riesige globale Bibliothek aufzubauen, sondern all dieses Wissen sollte noch einem verschwiegenen Zusatzzweck zugutekommen: Man wollte eine neue Form von “Artificial Intelligence”, von künstlicher Intelligenz entwickeln.

Ben Lewis sucht Antworten und gibt überraschende Einblicke in ein komplexes Thema. Sehr packend dargestellt und dabei versucht Lewis Befürworter wie Gegner zu Wort kommen zu lassen:

Olympia: Zu positiver Verlinkung verpflichtet?

Das Olympische Komitee hat in den Nutzungsbedingungen zu seiner offiziellen Website „London 2012“ geregelt, wann die Site verlinkt werden darf: Wer einen Link zur Seite setzt, dürfe die olympischen Spiele nicht in einem „falschen, irreführenden, abfälligen oder sonst wie anstößigen Licht erscheinen“ lassen.

Cory Doctorow  in boingboing verlinkt London 2012 gleich dreimal: „Hey, LOCOG! I think you’re a bunch of greedy, immoral corporatist swine who’ve sold out London to a bunch of multinationals and betrayed the spirit of athleticism and international cooperation. You’re a disgrace. And I’m linking to you. In a most derogatory manner.“

The Stupidity of Computers

„There is good news and bad news. The good news is that, because computers cannot and will not “understand” us the way we understand each other, they will not be able to take over the world and enslave us (at least not for a while). The bad news is that, because computers cannot come to us and meet us in our world, we must continue to adjust our world and bring ourselves to them. We will define and regiment our lives, including our social lives and our perceptions of our selves, in ways that are conducive to what a computer can ‚understand‘. Their dumbness will become ours.“

Der amerikanische Software-Ingenieur David Auerbach zeichnet die verschiedenen Stadien, die Suchalgorithmen durchlaufen haben – von Ask Jeeves über Google, Amazon bis hin zu Facebook und Twitter in einem lesenswerten Artikel nach. Die Qualität von Suchergebnissen hat sich zwar verbessert, aber sie hängt immer noch ab von den fehlerträchtigen Kategorien und Klassifizierungen, die Menschen sich ausdenken. Genau das ist das Problem.

Declaration of Internet Freedom

Internationale Organisationen der Zivilgesellschaft haben sich zusammengeschlossen, um für die Freiheit des Internets einzustehen. Sowohl andere Organisationen als auch einzelne Personen können sich ihnen anschließen und eine “Declaration of Internet Freedom” unterzeichnen. Zu den ersten Unterzeichnern gehören Amnesty International, die Electronic Frontier Foundation (EFF), das Center for Digital Democracy, die deutsche Digitale Gesellschaft e.V. und Mozilla.

In der kurzen Erklärung heißt es laut einer Übersetzung der Digitalen Gesellschaft aus dem Englischen:

 

Wir stehen für ein freies und offenes Internet.

Wir unterstützen transparente und partizipative Prozesse in der Gestaltung von Netzpolitik und die Etablierung von fünf grundlegednen Prinzipien:

  • Meinungsfreiheit: Zensiert das Internet nicht.
  • Zugang: Fördert den universellen Zugang zu schnellen und bezahlbaren Netzwerken.
  • Offenheit: Erhaltet das Internet als offenes Netzwerk, wo alle Menschen frei sind sich zu vernetzen, zu kommunizieren, zu schreiben, zu lesen, zu betrachten, zu sprechen, zuzuhören, zu lernen sowie schöpferisch und innovativ tätig zu sein.
  • Innovation: Beschützt die Freiheit ohne Erlaubnis innovativ und schöpferisch tätig zu sein. Neue Technologien dürfen nicht blockiert und Innovatoren nicht für die Handlungen ihrer Nutzer bestraft werden.
  • Privatsphäre: Beschützt die Privatsphäre und verteidigt das Recht jedes Einzelnen, über die Nutzung seiner Daten und Geräte zu bestimmen.

 

Seite:  ... Nächste