Neueste Beiträge

…nur eine grenzenlose Möglichkeit

“Die natürlichste Neigung des Menschen besteht darin, sich und zugleich alle anderen zugrunde zu richten. Wie ungeheuer muss man sich anstrengen, um nur normal zu sein! Und um wieviel mehr noch muss sich jemand anstrengen, der sich selbst und den Geist beherrschen will. Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Möglichkeit. Aber er ist für diese Möglichkeit unbegrenzt verantwortlich. (…) An jedem von uns ist es, in sich die höchste Möglichkeit des Menschen, sein äußerstes Vermögen, auszuschöpfen.“

Albert Camus – *7. November 1913

Großes Kino – Dialoge XXXXII

taz: Für Herrn Rösler beginnt jetzt der Ernst des Lebens. Was wünschen Sie dem Berufsanfänger?

Küppersbusch: Der frühere FDP-Wirtschaftsminister Haussmann ist so lange von einer Personalberatung feilgeboten worden, dass er schließlich, die Peinlichkeit ummäntelnd, bei der Personalberatung einstieg. Rösler war zuvor Arzt im Praktikum, na ja, er war auch Politiker im Praktikum, und wollte einen Facharzt Augenmedizin draufsetzen. Da kann er die Wahlergebnisse der FDP als Sehtest einsetzen.

via taz.de – Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Tranquillistisches Herumwursteln

„Wir kennen die Antwort von Angela Merkel – tranquillistisches Herumwursteln. Ihrer öffentlichen Person scheint jeder normative Kern zu fehlen. Seit dem Ausbruch der Griechenlandkrise im Mai 2010 und der dann doch verlorenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ordnet sie jeden ihrer überlegten Schritte dem Opportunismus der Machterhaltung unter. Die clevere Kanzlerin laviert sich seitdem mit klarem Verstand, aber ohne erkennbare Grundsätze durch und entzieht der Bundestagswahl zum zweiten Mal jedes kontroverse Thema, ganz zu schweigen von der sorgfältig abgeschotteten Europapolitik. Sie kann die Agenda bestimmen, denn die Opposition müsste, wenn sie mit dem affektiv besetzten Europathema vorpreschte, befürchten, mit der Keule der „Schuldenunion“ erschlagen zu werden. Und zwar von den Leuten, die nur das Gleiche sagen könnten, wenn sie überhaupt etwas sagen würden.“

Jürgen Habermas – Ein Fall von Elitenversagen

Google und die Macht des Wissens

Eine universale digitale Bibliothek, für alle verfügbare Informationen als Geschenk an die Menschheit?

Im Jahr 2002 fing Google an, Weltliteratur einzuscannen. Man schloss Verträge ab mit den größten Universitätsbibliotheken wie Michigan, Harvard und Stanford in den USA, der Bodleian Bibliothek in England und der Katalanischen Bibliothek in Spanien. Das Ziel war nicht nur eine riesige globale Bibliothek aufzubauen, sondern all dieses Wissen sollte noch einem verschwiegenen Zusatzzweck zugutekommen: Man wollte eine neue Form von “Artificial Intelligence”, von künstlicher Intelligenz entwickeln.

Ben Lewis sucht Antworten und gibt überraschende Einblicke in ein komplexes Thema. Sehr packend dargestellt und dabei versucht Lewis Befürworter wie Gegner zu Wort kommen zu lassen:

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