Mr. B. und die Zukunftszugewandheit

Die Amerikaner haben Mr. B. nicht wegen seiner „moral values“ gewählt, schreibt Heinrich Wefing, sondern wegen seiner „Zukunftszugewandtheit“. Das erkläre auch, warum B. „bei fast jeder ethnischen, soziologischen, regionalen Gruppe“ Stimmen hinzugewonnen habe. Denn „wenn ein schwer zu erschütternder Optimismus, ein enthusiastischer Veränderungswille, der Glaube an den Garten Eden hinter der nächsten Highway-Kreuzung tatsächlich zur Nationalreligion vieler Amerikaner zählen, dann lassen sich auch manche politische Entscheidungen durch amerikanische Augen ganz anders betrachten als durch europäische: Wer die Hoffnung hat, er selbst, spätestens aber seine Kinder würden zu den Reichen gehören, der hat gegen Steuersenkungen für die Oberklasse wenig einzuwenden.“

Da versteht man auch, daß Alfred Dorfer fragt: „Ist Optimismus nur eine Form von Informationsmangel?“

0 Kommentare zu “Mr. B. und die Zukunftszugewandheit

Schreibe einen Kommentar