Creative Commons

„Die alternativen Lizenzen, die Kreative für ihre Werke einsetzen können, sind da, aber sie müssen auch genutzt werden: Beim Treffen der Creative-Commons-Macher aus Österreich, den Niederlanden und Deutschland am vergangenen Wochenende im newthinking store in Berlin stand zur Debatte, ob ein Verein der Commons-Idee in der Praxis aufhelfen könnte. Bis zum ersten Europa-Treffen der Creative-Commons-Projekte in Europa am 17. und 18. März in Amsterdam soll Europas Commons-Gemeinde in einem eigenen Wiki gemeinsam diskutieren, wie so ein Verein aussehen könnte.

Die Creative-Commons-Lizenz sieht vor, dass die Kreativen ihre Werke selbst mit den Freiheiten markieren, die sie den Nutzern bieten sollen. Ziel ist es, einen gigantischen, weltweiten Pool an Werken zu schaffen, die komplett, in Teilen oder speziell für nicht-kommerzielle Zwecke zum freien Download und zum Remixen zur Verfügung stehen. Dahinter steht ein Dreischichten-Modell: Es besteht aus einer allgemeinverständlichen Darstellung der Lizenz, einer für Anwälte gedachten langen Erläuterung sowie einer maschinenlesbaren Version. Über diesen Ansatz soll es möglich sein, den Austausch von Rechten an Inhalten in verschiedenen Projekten ohne Anwälte automatisch abzuwickeln.“ Mehr dazu bei heise. Hintergrund: „Creative Commons als Geheimwaffe der Künstler im Copyright-Krieg“, ebenfalls bei heise.

Die Frage, in welchen Bereichen sich die Lizenz durchsetzt, ist spannend. Allerdings wird sie es wohl kaum schaffen, das bisherige Copyright zu ersetzen. Der Glaube einiger Verfechter der Creative Commons Lizenz, den Stein der Weisen gefunden zu haben, ist schon recht daneben. Aber als Ergänzung zum Copyright, z.B. für Musiker als Alternative zur GEMA, als science commons (Digital Peer Publishing NRW) oder schlicht als Schutz der Bloggergemeinde vor finazieller Nutzbarmachung ihres Contents, wird sich das Lizenzmodell hoffentlich bewähren können.

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