Imperialismus des BWL-Denkens

„Politiker glauben neuerdings, alle Lebensbereiche könnten am BWL-Wesen genesen – an den Prinzipien der Betriebswirtschaftslehre. Sie mögen sich, bitte, fragen, ob sie denn auch ihre Partei und ihr Ministerium wie einen Autokonzern führen und dabei, wie mittlerweile in den Universitäten, einen Aufsichtsrat einrichten, der sich großenteils aus Fachfremden und Außenstehenden zusammensetzt. Im Wissen um die unterschiedlichen Sachgesetzlichkeiten der verschiedenen Lebensbereiche tritt unser umfassender Weltbürger dem neuen Imperialismus des BWL-Denkens entgegen.“ Der Philosoph Otfried Höffe in der NZZ zur Frage, wer sich in Zeiten der Globalisierung noch mit dem Ehrentitel „aufgeklärter Weltbürger“ schmücken darf. Er definiert ihn in erster Linie als politisch und nicht wirtschaftlich global denkenden Menschen.

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