Mehr Hintergrundberichte

„An dieser Stelle stand ein Text, der so nicht auf SPIEGEL ONLINE hätte erscheinen dürfen. Er erläuterte die Hintergründe zum Völkermord in Ruanda und bestand zu wesentlichen Teilen aus Passagen, die wörtlich dem Online-Lexikon Wikipedia übernommen wurden, ohne die Quelle zu nennen.

Selbstverständlich handelt es sich dabei um einen klaren Verstoß gegen die redaktionellen Richtlinien von SPIEGEL ONLINE. Dort, wo in Texten Informationen aus fremden Quellen verwendet werden, muss dies immer kenntlich gemacht werden.

Die Chefredaktion von SPIEGEL ONLINE bedauert diesen Vorgang und entschuldigt sich ausdrücklich bei den Machern und Autoren von Wikipedia für die fehlende Zitation.“

Diese Entschuldigung erwartet uns bei SPIEGELonline.

Den genannten Hintergrundbericht über den Völkermord von Ruanda brachte Spiegel Online am 24. Februar und hatte sich dabei fremder Ressourcen bedient. Ein Großteil des aus gebrauchten Bits & Bytes recycelten Artikels stammt nämlich einmal mehr aus Wikipedia. Inkl. Kommafehler, wie DonAlphonso bemerkt. Genüßlich ruft medienrauschen uns daher ein Statement in Erinnerung: „Wir sind Bestandteil eines großen Verlagshauses und verfügen daher über entsprechende Ressourcen. Wir haben deshalb deutlich mehr Hintergrundstücke, tiefere Analysen, Reportagen, Features, Berichte von Auslandskorrespondenten.“ (Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Spiegel Online, im Interview bei Onlinejournalismus.de)

Via medienrauschen

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