Max & Monty

„Die Deutschen bewundern den englischen Humor. Dabei war ihr eigener früher ganz ähnlich. Das meint der deutsche Literaturwissenschaftler Hans-Ulrich Gelfert, der den Unterschieden zwischen deutschem und englischem Humor vor einigen Jahren ein Buch gewidmet hat: ‚Max und Monty‘. Leider ist es derzeit vergriffen und nur antiquarisch und übers Internet zu haben.

Gelferts Theorie: Die Engländer haben seit jeher einen anarchisch-respektlosen ‚Stadtbürger‘-Humor, der Autoritäten aller Art in Frage stellt – in früheren Zeiten die einzige Möglichkeit, sich gegen die Obrigkeit zur Wehr zu setzen. Wenn man sich über seinen König lustig macht, zieht man ihn vom Podest. Die Deutschen waren bis zum 17. Jahrhundert nicht viel anders, sagt Gelfert. ‚Reineke Fuchs‘ oder ‚Till Eulenspiegel‘ bezeugen, dass es früher mit dem Respekt auch nicht weit her war. Nach dem Dreißigjährigen Krieg aber entwickelte das Volk – aus seiner Sehnsucht nach einer stabilen Ordnung heraus – einen zahmeren, gemütlichen ‚Staatsbürger‘-Humor, der Tabubrüche schlecht verträgt.

Seit dem Zweiten Weltkrieg nähern sich die Humorstile wieder an. Die Deutschen sind frecher geworden. Als zum Beispiel Harald Schmidt in England einen Vortrag vor Studenten hielt, staunten die Zuhörer – der Mann war ja witzig.“ The British-Shop-Magazin

Via it&w

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