Kapitalismus als Schicksal

Thomas Assheuer stellt eine interessante Hypothese auf: Der schicksalhafte Kapitalismus, meint er, teilt die kulturellen Eliten Deutschlands in Melancholiker und Tragiker: „Die einen pflegen eine Rhetorik der Sorge und die anderen eine Rhetorik der Härte… Während der Melancholiker noch mit erhabener Trauer die Verluste bilanziert, entschließt sich sein Gegenspieler zur tragischen Flucht nach vorn und akzeptiert die Welt so, wie sie ist. Nie mehr dürfe die Realität an einem Ideal, einer Utopie oder einer besseren Vergangenheit gemessen werden. Heroismus der Anpassung – so lautet die Antwort des Tragikers auf den Kapitalismus als Schicksal.“

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