So viel steht fest.

Die Spekulationen um den nächsten Papst schießen ins Kraut. Angesichts der Hoffnung vieler Protestanten auf einen progressiven Papst wagt sich die evangelische Agentur epd ganz weit vor und dämpft die Hoffnung mit der pointierten Feststellung: „Auch der nächste Papst ist wieder katholisch – so viel steht fest.“

Via FR/Aufgespiesst

Ebenfalls klar ist, dass auch diesmal kein „Habemus mamam“ zu hören sein wird.

Wo wir gerade beim Thema „Papa“ sind: Georg Seeßlen erklärt, wie die vatikanische Inszenierung des päpstlichen Abblebens den Mythos der christlichen Ur-Passion bedient und gleichzeitig als gewaltige Bilder- und Erzählmaschine jede aufklärerische Skepsis unterdrückt. „Was veranlasst Menschen, denen normalerweise der Anblick eines Papst-Bildnisses auf einem Porzellanteller peinlich ist, die gestern noch wegen der ‚weltfremden‘ Haltung des Vatikans ihren Austritt aus der Kirche beschlossen, sich in eine gewaltige Bilder- und Erzählmaschine einzureihen, die sich um tausend Bildvarianten eines greisen, rundköpfigen Mannes in eigenwilligen Gewändern entwickelte, der mit einer gewissen Unbarmherzigkeit der Welt seine körperlichen Gebrechen offenbarte?“ Die Antwort: Hier. Leider schwächelt der ansonsten lesenswerte Artikel im letzten Viertel ein wenig.

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