Zum Nichtrauchertag

„Ich rauche, trinke schwarzen Kaffee, schlafe zu wenig, mache zu wenig Bewegung und bin auf diese Weise 70 Jahre alt geworden. Vielleicht wäre ich bei gesünderer Lebensführung heute schon 75 oder 80, aber das läßt sich schwer feststellen.“

Friedrich Torberg

„Jetzt hört doch mal auf mit dieser Rauchgeschichte! Klar ist das schlecht für den, der raucht. Aber eurer Meinung nach zählt der Smog nicht, der Elektrosmog zählt nicht, abgereichertes Uran ist gesund, Schlote richten keinen Schaden an, Tschernobyl hat die Landwirtschaft aufgepäppelt, die Uran- oder Was-auch-immer-Fische sind besonders nahrhaft, Dioxin wirkt stärkend, die verrückte Kuh, die Maul- und Klauenseuche, transgene Lebensmittel, die Globalisierung bescheren euch das Paradies auf Erden. Was schädigt und Millionen von Menschen umbringt, ist einzig und allein das Passivrauchen. Weißt du, wie der Slogan der nächsten Jahre lauten wird? Tut was für die Umwelt – schnieft Kokain.“

Commissario Salvo Montalbano/Andrea Camilleri

„Rauchen ist eben eine zerstörerische, aneignende Reaktion. Der Tabak ist ein Symbol des ‚angeeigneten‘ Seins, da er im Rhythmus meines Atems in der Art ‚fortwährender Zerstörung‘ vernichtet wird, da er in mich übergeht und sich seine Verwandlung in mich selbst symbolisch durch die Transformation des konsumierten Festen in Rauch manifestiert. Die Verbindung der beim Rauchen gesehenen Landschaft mit diesem kleinen Brandopfer war so, daß dieses, wie wir gesehen haben, so etwas wie ein Symbol von jener war. Das bedeutet also, daß die Reaktion der zerstörerischen Aneignung des Tabaks symbolisch einer aneignenden Zerstörung der ganzen Welt entsprach.“

Jean-Paul Sartre

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