Worte der Woche

Den "Tatbestand der Untreue verwirklicht" sieht der Bundesgerichtshof sieht im Mannesmann- Verfahren bei den Angeklagten Josef "Victory" Ackermann, Joachim Funk und Klaus Zwickel. Die damaligen Aufsichtsräte seien "nicht Gutsherren, sondern Gutsverwalter gewesen".

Die Angeklagten im Mannesmann-Prozess müssen nun erneut vor Gericht. Der Bundesgerichtshof hat soeben den Freispruch des Düsseldorfer Landgerichts kassiert. Da mag man ja schon wieder glauben, dass Recht und Gerechtigkeit nicht allzu weit voneinander entfernt sind…
In dem spektakulären Fall geht es um insgesamt 57 Millionen Euro an Prämien und Pensionsabfindungen, die an Manager und Ex- Vorstände gezahlt worden waren, nachdem der britische Mobilfunkkonzern Vodafone Anfang 2000 den Mannesmann-Konzern übernommen hatte. Ackermann, Zwickel und Funk waren wegen des Verdachts der schweren Untreue angeklagt worden. Sie hatten dem für die Ausschüttungen zuständigen Aufsichtsrats-Präsidium angehört. Dem einstigem Mannesmann-Chef Klaus Esser, der – zusätzlich zur vertraglichen Abfindung von rund 15 Millionen Euro – einen 16- Millionen-Euro-Bonus bekommen hatte, war Beihilfe zur Untreue vorgeworfen worden. Auf der Anklagebank saßen außerdem Jürgen Ladberg, Ex-Betriebsratsvorsitzender und Dietmar Droste, ein früherer Mitarbeiter, der mit den umstrittenen Beschlüssen befasst war.

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