Entlassungsproduktivität

„Entlassungsproduktivität” ist das „Unwort des Jahres” 2005. Das gab die unabhängige Jury aus Sprachwissenschaftlern heute in Frankfurt bekannt. Der betriebswirtschaftliche Begriff verschleiere „die meist übermäßige Mehrbelastung derjenigen, die ihren Arbeitsplatz noch behalten konnten”, erklärte das fünfköpfige Gremium zur Begründung. Unter „Entlassungsproduktivität” versteht man die Steigerung der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens durch Personalabbau. Mit dem „Unwort” rügen die Sprachwissenschaftler sprachliche Missgriffe, die „sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise die Menschenwürde verletzen”.

Die Unwörter der vergangenen fünf Jahre: Humankapital (2004), Tätervolk (2003), Ich-AG (2002), Gotteskrieger (2001), National befreite Zone (2000).

Gerüchten zufolge soll demnächst das „Unding des Jahres 2005“ gekührt werden. Die „Bundeskanzlerin“ hat die Nase vorn…