Wochenendmusikbeilage

Es gibt Songs zu denen ist alles geschrieben, Bands zu denen ist alles gesagt worden. Und es gibt Tage wie diese: Faith no more – Easy.

Die Liebe zum Punkrock der 60er, eine ordentliche Portion Soul und klare politische Bekenntnisse. The (International) Noise Conspiracy The reproduction of death (real media stream). Wer da ruhig sitzen bleibt und CDU wählt, ist selbst Schuld…
Zugabe: Zwei Live-Mitschnitte der Lärm-Verschwörung, „wenn’s rockt„.

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Eigentlich wollte Sänger und Songwriter Alec Ounsworth von Clap your Hands say Yeah nur einige Freunde engagieren, die ihm beim Vertonen seiner Texte helfen sollten. Da er selbst in Philadelphia lebt, der Rest der Band aber in Brooklyn, New York, schien eine Zukunft als kurzfristiges Hobby-Projekt vorprogrammiert. Doch einige euphorische Kritiken des in den USA niemals offiziell veröffentlichten Albums in Internet-Magazinen machten der Kurzfritigkeit einen Strich durch die Rechnung. Clap Your Hands Say Yeah verkauften mehr als 50 000 Platten ihres Debutalbums, ohne dazu die Dienste einer Plattenfirma in Anspruch genommen zu haben. Nun raunt es in den Feuilletons, dass altgediente Marktmechanismen außer Kraft gesetzt seien, eine Revolution im Gange usf. Blogs und Podcasts ersetzten die alten Medien… Na, die ganze Hype-Story halt. Vielleicht ist es einfach wie immer: Ein neues Medium kommt dazu und – nach der ersten Aufregung – platziert es sich neben den anderen. Und es kann dabei nicht klüger sein, als die Beiträge, die in ihm veröffentlicht werden. Vielleicht setzt sich sogar hin und wieder Qualität durch. So wie bei Clap your hands and say Yeah: Upon This Tidal Wave of Young Blood (.mp3) + Over and Over Again (Lost & Found) (.mp3). Außerdem gibt’s bei NPR einen vollständigen Gig zu hören und bei You Tube einen Letterman-Auftitt zu sehen.