In the long run we are all dead

„Praktische Menschen, die sich selbst frei von jeglichem intellektuellen Einfluss wähnen, sind meist Sklaven irgendeines verblichenen Ökonomen.“

John Maynard Keynes, heute vor sechzig Jahren verblichen.

Keynes war einer der ersten Ökonomen, die wirtschaftliche Ungleichgewichte mit mangelnder Nachfrage begründeten. Über eine mangelnde Konsumnachfrage kommt es zu einem Rückgang der Produktion und es kann letztendlich sogar zu einer Rezession kommen. Der Staat kann hier mit seiner eigenen staatlichen Nachfrage diese Lücke zumindest zum Teil schließen. Darüber hinaus können auch von der Geldpolitik positive Einkommenseffekte und damit Nachfrageeffekte ausgehen. Dieser Zusammenhang beschreibt auch die Philipps-Kurve nach der ein positiver Zusammenhang zwischen Inflationsrate und Höhe der Arbeitslosigkeit unterstellt wird. Nach Keynes sollte der Staat also nicht die von den Klassikern postulierte Nachtwächterfunktion wahrnehmen, sondern aktiv steuernd in den Wirtschaftsprozess eingreifen.