Ackermann als Jobretter

Lieber Josef Ackermann,

„dies ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Erfolg haben und Werte schaffen, deswegen vor Gericht gestellt werden.“ Deine Rede. Denn Dir wollen sie alle übel mitspielen, Knüppel zwischen die Beine werfen, wo du gehst und stehst. Und weit und breit kein Unternehmer, der Dir öffentlich beisteht, kein Politiker, der sich mit Dir ablichten lassen möchte? Auch von der undankbaren deutschen Presse wirst du geprügelt. „Was gibt es denn da zu lachen?“, fragte die „Bild“ 2004 nach dem Auftakt des Mannesmann-Prozesses vor dem Düsseldorfer Landgericht. Das Victory-Zeichen „war obszön und ein Abgrund der Arroganz“, urteilte damals die „Süddeutsche Zeitung“ zu Deinen zum „V“ gespreizten Fingern. Und groß war die Empörung als Du Anfang 2005 ein neues Rekordergebnis der Deutschen Bank verkündet hast. Weil zeitgleich 6000 Arbeitsplätze absäbeln, den Presseheinis übel aufgestoßen ist.

Aber jetzt, wo Du Dich für die Job-Rettung einsetzt, schreibt kein Mensch drüber. Dabei greifst Du tief ins eigene Portemonnaie: 3,2 Millionen für einen einzelnen Arbeitsplatz. Holla, so kurz vor Weihnachten sind wir wirklich gerührt. Soviel Menschlichkeit, soziales Gespür, Altruismus, Ge… wie, was? Das Geld zahlst du für die Einstellung des peinlichen Mannesmann-Verfahrens? Und es geht darum, Deinen eigenen Job zu retten? Na dann:

Mach dich vom Acker, Mann,
Deine ehemaligen 6000