Wochenendmusikbeilage: Keeping It Peel

Ende Oktober hat sich der Tod des legendären BBC Radio-DJs John Peel (MySpace, Wikipedia) zum zweiten Mal gejährt. Noch immer gilt er vielen als gutes Gewissen des Musikgeschäfts und Schutzheiliger aller unterbewerteten Künstler. Dazu – und das darf man durchaus auch mit einem kritischen Auge sehen – dient er seitdem ungezählten Bands als Verkaufsargument. Denjenigen Bands nämlich, die ihre Peel Sessions veröffentlichen, jüngste Beispiele sind die Isländer Mùm und die Briten Pulp.

Geboren wurden die Peel Sessions ursprünglich aus der Not. Ein Gewerkschaftsvertrag schränkte die Anzahl Songs ein, die Peel ab Platten (jawoll, damals gab es noch keine “Silberlinge”) durch den Äther senden durfte. Also holte sich der findige Moderator die Bands live ins Studio – die Peel Sessions waren geboren, am 21. September 1967 ging die erste mit Tomorrow über die Bühne. Die Namen der Bands aufzuzählen, die seitdem bei Peel gespielt haben, wäre müßig. Es sind unglaublich viele und unglaublich viele gute Studiogigs dabei. Die BBC hat die besten 125 Sessions. Lauschgift!