Wochenendmusikbeilage: Gitarrenriffs, trocken

Gegründet wurde Helmet Ende der 1980er Jahre in New York von Page Hamilton, Peter Mengede, Henry Bogdan und John Stanier. Die Band kombinierte NY-Hardcore mit krachigen Lärmattacken und Jazz-beeinflusster Harmonik und Rhythmik. Ihren Crossover-Stil bezeichnete man damals als Noisecore oder Jazzcore.

Damit spielten Helmet einen außerhalb der Hardcore-Szene bis dato unbekannten Stil. Die simplen, knochentrockenen Gitarrenriffs wurden kombiniert mit einer einzigartigen rhythmischen Präzision und einem Gesang, den Shouter und Mastermind Page Hamilton in der Rhythmussektion verortete. Die auf D heruntergestimmte E-Saite (Dropped D-Stimmung) ermöglichte es, Powerchords mit einem Finger zu spielen. Dieses „Hacken“ auf dem Griffbrett ist eins der wesentlichen Merkmale der ersten Alben. Aufgrund dieser Einzigartigkeit wurde Helmets Stil zur Inspiration vieler Musiker aus dem härteren Rock-Bereich.

Nach ständig wechselnder Besetzung und einer längeren Pause von 1997 bis 2004 existiert die Band um Page Hamilton heute wieder, allerdings in beinahe komplett neuer Besetzung: Mittlerweile besteht die Band aus dem Anthrax-Mitglied Frank Bello am Bass, dem ehemaligen Testament- und White Zombie-Drummer John Tempesta sowie dem früheren Orange 9mm-Gitarristen Chris Traynor, der außerdem bei Gavin Rossdales neuer Band Institute beschäftigt ist.

Das Album Size Matters, auf dem der typische Helmet-Sound insbesondere mit melodischeren Varianten erweitert wird, enttäuschte viele Kritiker, die Page Hamilton vorwarfen, bloß noch seine Epigonen zu kopieren.

Am 18. Juli 2006 erschien ihr aktuelles Album Monochrome. Darin kehren Helmet wieder zu ihrem alten Sound zurück. Neu in der Besetzung sind Mike Jost als Schlagzeuger und Jeremy Chatelain am Bass. Der alte Sound geht so:

Unsung

Pure

Und last but not the least: The artist as a (angry) young man mit dem Hammer-Riff:

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In The Meantime