aschermittwoch. politisch.

„Wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht“

„Ich frage mich doch heute, hast du das Erbe des größten Sohnes der CSU, Franz Josef Strauß, gut verwaltet?“

Ede Stoiber

„Während wir in Vilshofen sind, findet in Passau das Requiem statt, wo der Leichnam seinen eigenen Nachruf sprechen darf.“

Der bayerische SPD-Chef Ludwig Stiegler über den scheidenden CSU- Chef Edmund Stoiber und dessen Rede in Passau.

„Ein Mann hätte sich das nie getraut.“

Gregor Gysi über Stoiber-Opponentin Gabriele Pauli

„Sie haben die CSU freiwillig immer in Alleinherrschaft gewählt. Ich kenne ein Land, da war das auch immer so. Aber da haben die Leute das wenigstens nicht freiwillig gemacht.“

derselbe über die bayrischen Wähler

„Gegen den Machtkampf in der CSU sind Bandenkriege auf St. Pauli Fairplay.“

Jürgen Trittin

„Nach den amtlichen Schnüffeleien aus der Staatskanzlei erscheint der Slogan der CSU ‚Näher am Menschen‘ in einem ganz neuen Licht.“

Martin Zeil, der FDP-Spitzenkandidat für die bayerische Landtagswahl 2008

„Die hat doch nicht mehr alle Nadeln an der grünen Tanne.“

Stoiber über Grünen-Chefin Claudia Roth.


Am Aschermittwoch tritt die Politprominenz traditionell in Niederbayern ans Rednerpult. Deftige verbale Kost zum Auftakt der Fastenzeit hat dort eine lange Tradition. Die Wurzeln des Politischen Aschermittwochs liegen im niederbayerischen Vilshofen. Dort feilschten die Bauern schon im 16. Jahrhundert auf dem Hornvieh- und Rossmarkt nicht nur um die besten Tierpreise, sondern redeten auch über Gott und die Welt. Seit dem 19. Jahrhundert nahmen sie auch die königlich-bayerische Politik aufs Korn. 1919 rief der Bauernbund aus diesem Anlass erstmals zu einer Kundgebung auf – der Politische Aschermittwoch war geboren.