Congratulations

Der ehemalige Chefredakteur der TITANIC Hans Zippert hat den Henri-Nannen-Preis für herausragende humorvolle Berichterstattung erhalten: Hier zappt er.

In ihrer Sitzung am 10. Mai hat sich die Hauptjury – zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte des Egon-Erwin-Kisch-Preises – dazu entschlossen, den Preis für die beste Reportage zweimal zu vergeben. Ausgezeichnet werden Klaus Brinkbäumer für seine im „Spiegel“ erschienene Reportage „Die afrikanische Odyssee“ und Henning Sußebach für den Text „Hoffmanns Blick auf die Welt“, den „Die Zeit“ veröffentlichte. Dieser Entscheidung ging eine lange Diskussion voraus. Brinkbäumer hat sieben Wochen lang den Weg eines Ghanesen auf seiner Flucht vor dem Elend Afrikas nach Europa rekonstruiert. Sußebach beschrieb einen Obdachlosen und sein Überleben als Ich-AG unterhalb der Hartz-IV-Grenze. „Sowohl Brinkbäumer als auch Sußebach haben grandiose Geschichten geschrieben“, stellte Peter-Matthias Gaede in Begründung der Jury heraus. „Der eine in der Ferne, der andere in unmittelbarer Nähe haben die große Geschichte in der ganz kleinen gefunden. In einem Aufbruch ohne Wiederkehr und ohne Ankunft, in einem Abstieg ohne Sicht auf eine Treppe. Brinkbäumer und Sußebach beschreiben Menschen, die aus der Welt gefallen sind, aus ihren Sicherheiten, aus ihrem Resonanznetz, aus ihren geplanten Biografien.“

Es freut mich, dass Brinkbäumer für die großartige Reportage honoriert wurde. Zumal ich für ihn vor drei Jahren in der Akademie für Publizistik selbst eine Reportage schreiben durfte und er dabei interssante Einblicke in sein Arbeiten gegeben hat…