Improv(e) everywhere

IE ist nicht nur der Namen eines Browsers, sondern IE bezeichnet auch eine Gruppe junger Improvisations- und Spaßkünstler aus New York. „Improv Everywhere“ ist ihr Name, und ihre öffentlichen „Pranks“ (Streiche) sind stadtbekannt. So fingierten sie ein U2-Konzert auf einem Dach mitten in New York, sorgten dabei für ein riesiges Verkehrschaos.

Was 2001 als kleiner Gag unter New Yorker Studenten begann, hat sich zu einer landesweit bekannten Aktions- und Improvisationsbewegung mit Unterstützern in jeder US-Großstadt entwickelt. Die Presse berichtet, das Fernsehen schneidet mit, wenn die Protagonisten um den Gründer Charlie Todd eine neue Idee verwirklichen:

* Der Selbstmörder, der sich vom Sims eines Hauses stüzen will (aus ca. 1 Meter Höhe…) , mit gefaketen Cops und Schaulustigen…
* Das gefälschte U2 Konzert vom Dach eines der Gründungsmitglieder…
* Das Alljährliche No Pants Event
* Die Lesung des Schriftstellers Anton Tschechow (leider seit über 100 Jahren tot…) bei Barnes & Noble in New York…

IE sind stets auf der Suche nach dem „organized fun“, dem organisierten Spaß. Die Mehrzahl der IE-Agenten stammt vom Upright Citizens Brigade Theatre in New York. Obwohl ihre Auftritte von langer Hand geplant sind sehen sie sich als Improvisationskünstler, sie wüssten schließlich nie, welches Ende ihre Auftritte nehmen würden; nicht selten werden sie von der Polizei unterbrochen, wie eben bei ihrem U2-Gig.

Mein Favorit, der Suicide Jumper:

„Da, wo sich die wirkliche Welt in bloße Bilder verwandelt, werden die bloßen Bilder zu wirklichen Wesen und zu den wirkenden Motivierungen eines hypnotischen Verhaltens.“ Guy Debord

via Jott