Ist der Ruf erst ruiniert…

In einem Abmahnungsschreiben hat die GEZ das Internetbildungsportal Akademie.de aufgefordert, seine „irreführende Darstellung der gesetzlichen Rundfunkgebührenpflicht und der Maßnahmen zur Durchsetzung der gesetzlichen Ansprüche auf der Internetseite“ zu unterlassen.

akademie.de soll sich dazu verpflichten, „nicht existente“ bzw. „falsche“ Begriffe wie „GEZ-Gebühren“, „PC-Gebühr“, „Gebührenfahnder“, „GEZ-Anmeldung“ oder „GEZ-Abmeldung“ nie wieder zu verwenden. Das Verbot wird damit begründet, die Nutzung der Begriffe diene nur dazu, „ein negatives Image der GEZ hervorzurufen“.

Über eine „strafbewehrte Unterlassungserklärung“ soll akademie.de für jede weitere öffentliche Verwendung eines Verbotsworts 5.100 Euro an die GEZ bezahlen. Bisher hatte akademie.de kostenlose Tipps und Musterbriefe im Internet veröffentlicht, die bei der GEZ-Abmeldung oder der Klärung der PC-Gebührenpflicht helfen sollten. Illegale Praktiken wurden weder empfohlen noch erläutert.

Mal ehrlich, wenn sich die GEZ daran stört, dass die Verwendung „nicht existenter Begriffe“ (*hüstel) „dazu dient, ein negatives Image der GEZ hervorzurufen“, dann muss man sich angesichts eines solchen Abmahnschreibens fragen, ob das Image nicht selbst produziert ist. Meine Meinung.

Google findet übrigens ca. 256.000 Einträge zu einem vermeintlich nichtexistenten, falschen Begriff.

Siehe auch: Die Methoden der GEZ – Grauzonen des Rechts

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