Rangliste der Pressefreiheit

Das Internet wird nach Angaben der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ weltweit immer stärker zensiert. Repressive Regierungen erkennen zunehmend die Schlüsselrolle des Webs im Kampf für Demokratie und entwickeln ausgefeiltere Zensurmethoden, wie die Organisation bei der Veröffentlichung der Rangliste der Pressefreiheit erklärte. Malaysia, Thailand, Vietnam und Ägypten behindern demnach zunehmend den freien Informationsfluss im Internet und verhaften kritische Autoren. Mindestens 64 Menschen seien derzeit weltweit wegen Internet-Veröffentlichungen im Gefängnis, davon allein 50 in China.

Zum sechsten Mal veröffentlichte „Reporter ohne Grenzen“ die Rangliste, die die Lage in 169 Ländern vergleicht. Unter den Schlusslichtern und an der Spitze hat sich demnach wenig verändert: Auf den letzten 20 Plätzen der Rangliste liegen sieben asiatische Länder, fünf afrikanische Staaten, vier aus dem Nahen Osten, drei GUS-Staaten sowie Kuba. Besonders eingeschränkt sei die Pressefreiheit nach wie vor in Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Die 14 bestplazierten Länder liegen in Europa. Die Spitze bilden Island, Norwegen und Estland, Deutschland liegt auf Platz 20. Im Vorjahr belegte es den 23. Platz.

Unser polnischer Nachbar, der sich gerade noch in Gestalt seines „Beauftragten der polnischen Regierung für die Beziehungen zu Deutschland“ über die deutsche Presse mokierte, steht auf Rang 56. Seit die Brüder Kaczynski an der Macht sind, mehren sich dort die strafrechtlichen Verfolgungen von Medienleuten…