„Die kann mich mal.“

„Abstoßend, perfide, geschmacklos und auch in Wahlkampfzeiten nicht entschuldbar“ – so kann man durchaus beschreiben, was derzeit in der Debatte um Jugendkriminalität aus den Reihen der CDU in die Welt hinausposaunt wird. Gesagt hat es Kochs Regierungssprecher Dirk Metz. Aber gemeint war damit nicht sein eigener Chef und der Rest der rechtsfischenden Zündlerbagage, sondern Peter Struck.

Darum, Leser, my dear, bitte einmal kurz erheben, vor dem Bildschirm lockern und diesem Satz Standing Ovations erweisen:

„Die kann mich mal.“

Denn der stammt von Peter Struck. Er hatte ihn auf Hinweise, die CDU fordere eine Entschuldigung von ihm, erwidert. Vorher sagte Struck, Koch hätte die „Kampagne“ nicht eröffnet, wenn es sich bei den Tätern um Deutsche gehandelt hätte.

Struck warf Koch am Freitag im Deutschlandfunk abermals vor, das Thema für den Wahlkampf zu instrumentalisieren und fügte hinzu: „Ich glaube, dass Roland Koch ja eigentlich von Herzen froh war, dass dieser schreckliche Vorfall in München in der U-Bahn passiert ist.“

Man fragt sich, was widerlicher ist: Die Schlammschlacht in der Politik und das „Spiel“ mit der Fremdenfeindlichkeit oder der Gedanke, vielleicht ist was dran an der klammheimlichen Freude endlich ein Thema für den Wahlkampf zu haben.

BTW: Neuauflagen alter Wahlplakate gibt es bei der Titanic

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Auch schön: Das.

Sachlicher zum Thema: Vom Schüren der Ausländer- und von der Beschwörung der Inländerfeindlichkeit
Helden und Maulhelden
Wer Wind sät
Das Gebrüll wird immer lauter
Kochs rechtes Gebräu