Ach, die Maus ist Schuld…

„Vielleicht sind es nicht primär rabiate Computerspiele und gewalttätige Filme, welche die Schulkiller von heute und von morgen konditionieren. Es könnte auch viel mit unserem Abdriften in virtuelle Welten zu tun haben. Simple Mausklicks ersetzen zunehmend persönliche Erfahrung. Investmentbanker haben mit einem Klick Tausende von Existenzen zerstört, aber diese Schicksale bleiben abstrakt – und zu einer ähnlichen Abstraktion ist das Töten für Schulmörder geworden. In der Tat selbst mischt sich beides: der virtuelle Drill, der ethische Barrieren senkt – und der Drang, sich einmal in der realen Welt auszuprobieren.“ Hanns-Georg Rodek überlegt in der WELT, wie sich Amok und Pop gegenseitig beeinflusst haben – und sollte – wie so viele zur Zeit – vielleicht doch besser schweigen…