Gefährden die neuen Medien die Demokratie?

Eigentlich müsste man Frank Schirrmacher sehr dankbar sein, dass er es geschafft hat, mit „Payback“ die digitale Debatte endlich zu einer gesellschaftlichen Debatte zu machen. Dummerweise haben sich danach die Fronten eher verhärtet. Die Frage, nach dem Einfluss des Internets auf die Gesellschaft ist mehr denn je von dogmatischen Verkrustungen und ideologischen Verschärfungen umstellt. Da traut man sich kaum, auf Stimmen zu verweisen, die nicht von der schönen neuen Digitalwelt schwärmen. Läuft man doch Gefahr den Standardsituationen der Technologiekritik zu verfallen und des Kulturpessimismus bezichtigt zu werden.

Bei dem harten Winter sei aber auch mal eine Portion Pessimismus erlaubt:

Darauf, dass die zunehmende Digitalisierung der Welt auch das Gegenteil – eine Gefahr für die Demokratie – bewirken kann, weist seit längerem die Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Politikwissenschaftlerin Professor Jutta Brückner hin. Seit sieben Jahren leitet sie als Direktorin die Abteilung Film- und Medienkunst an der Akademie der Künste in Berlin. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk erklärt sie ihre Position:

Gefährden die neuen Medien die Demokratie? Jutta Brückner im Gespräch