Von traurigem Geschwätz und belanglosem Geschnatter

„Drei Viertel dessen, was dort [in den Blogs und bei Twitter] produziert wird, ist trauriges Geschwätz.“ Auch Wolf Schneider muss diese mäßig neue „Erkenntnis“ in der ZEIT noch einmal von sich geben.

„Dass das richtig, aber nicht weiter erkenntnisbefördernd ist, hatte der Science-Fiction-Autor Theodore Sturgeon schon 1958 erkannt: »Neunzig Prozent von allem sind Unfug«, lautet das nach ihm benannte »Sturgeon’s Law«. Hier aber geht das Argument zweifach ins Leere, denn über die Qualität von Twitter lässt sich so wenig Allgemeingültiges aussagen wie über den Inhalt von Bücherregalen. Twitter existiert in so vielen Varianten, wie es Nutzer hat, eine gemeinsame Basis gibt es nicht. Wer bei Twitter belangloses Geschnatter liest, der hat es sich so ausgesucht.“ Mal wieder empfehlenswert: Kathrin Passig macht im Merkur u.a. den Anti-Schneider. Internetkolumne – Abschied vom Besten. Prädikat lesenswert!