McLuhan is the message

„McLuhan hat den üblichen Intellektuellen hier einen Faustschlag versetzt, wie damals Freud mit seiner Konstruktion, dass das Ich nicht Herr im eigenen Haus ist und der Mensch vom Unbewussten gesteuert wird. McLuhan nimmt denen das Buchstabenwesen weg, […] die ganze Aura der Wahrheit und der Wahrheitsspeicherung. […] Das hat ihm das europäische Denken bis heute nicht verziehen“.

Klaus Theweleit über den Medientheoretiker Marshall McLuhan, der heute 100 geworden wäre.

Außerdem:

wired – The Wisdom of Saint Marshall, the Holy Fool

Zu dem Anlaß:

telepolis – Das Medium ist die Botschaft

(dra) – Der Kanadier schrieb über alte und neue Medien. Wer seine Bücher aus den 60er-Jahren heute liest, entdeckt Passagen, die wie gemacht scheinen für den Zauber der digitalen Gegenwart mit Internet, social media, Web 2.0.
Was ist geblieben von seinen Thesen?
(cm) – Eine kritische Würdigung von Peter Münder
(dra-audio) – Ein Gespräch mit dem Medienphilosophen Lorenz Engell
Sinnlicher Querdenker der Medientheorie
(draw) –  Ein Gespräch mit Timo Grampes
„Das Medium ist die Botschaft“ im „globalen Dorf“
(dra) – Ein Kalenderblatt mit O-Tönen über den einstigen Theoriestar

Robert Misik schreibt über McLuhans Satz „Das Medium ist die Botschaft“: „Steile These, heute etwas flach. Wobei es natürlich ihre geniale Wahrheit ist, die sie zur Banalität macht.“ (mehr hier, hier, hier, hier und hier)