Autor: MC

Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4

Die Anleitung zum zivilen Ungehorsam ganz eigener Art. Vom Bonner Extremliedermacher Götz Widmann, den man doch immer mal wieder hören kann!

„Früher hatte ich Probleme an Sonntagnachmittagen
Mir die öden Stunden ohne Leben totzuschlagen
Heute hab ich das überwunden, denn ich hab etwas gefunden

Was mich wirklich amüsiert, ich hab vieles ausprobiert
Mein Sonntagsnachmittagspläsier ist Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4

Grundvoraussetzung zum Necken, irgendwie Verdacht erwecken
Wunder wirkt ein grünes Blatt, das man am Heck des Fahrzeugs hat
Ein bisschen Gras ins Polster schmieren, dass die Hunde reagieren
Ein Briefumschlag voll Rosmarien, ein Gramm zerriebnes Aspirin

Ich hab vieles ausprobiert, heut weiß ich, was mich amüsiert
Mein Sonntagsnachmittagspläsier ist Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4

Willst Du nen Profi provozieren, musst Du Dein Fahrzeug präparieren
Dass Sie dann auch beim Durchsuchen, richtig angeekelt fluchen
Müll in Tüten ist ein Tipp, der gute Bremsspurherrenslip
Gebrauchtkondome, Binden, irgendwas wirst Du schon finden

Ich hab vieles ausprobiert, heut weiß ich, was mich amüsiert
Mein Sonntagsnachmittagspläsier ist Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4

Auf der A4 von Holland aus, fährt man dann an nen Rasthof raus
An welchem ist im Grund egal, sie stehn an beiden gerne mal
Aus dem Radio Peter Tosh, und grinsen wie ein Breitmaulfrosch
So leistet man sehr elegant, völlig gewaltlos Widerstand

Ich hab vieles ausprobiert, heut weiß ich, was mich amüsiert
Mein Sonntagsnachmittagspläsier ist Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4″

DE.STRUCTION hat einen Livemittschnitt als MP3 mit 64 kBit ins Netz gestellt.

(Dies ist Satire und darf natürlich nicht als Aufforderung zur Vortäuschung einer Straftat verstanden werden!)

Zum Abschied

Heute Nacht wird die letzte Folge der amerikanischen Sitcom „Fraiser“ ausgestrahlt. Aus diesem traurigen Anlaß ein Dialog des Radiopsychologen Dr. Frasier Crane mit einem Klienten:

Frasier: „Hallo Ethan! Was kann ich für dich tun?“
Ethan: „Ich habe eine Menge Probleme mit den andern Kindern in der Schule. Die verprügeln mich andauernd.“
Frasier: „Und woran könnte das liegen?“
Ethan: „Wahrscheinlich weil ich so intelligent bin. Ich habe einen IQ von 160. Ich bin im Club der Mathematiker. Und ich hasse Sport.“
Frasier: „Tja nun, weißt du, Ethan, die anderen Kinder verhalten sich nur so, weil sie neidisch und auch unreif sind. Im Moment hilft dir das nicht viel. Der Tag wird kommen, das verspreche ich dir, an dem du derjenige bist, der zuletzt lacht.“
Ethan: „Ist das alles?“
Frasier: „Ja.“
Ethan: „Ehrlich gesagt, Dr. Crane, finde ich ihren Rat gönnerhaft, arrogant, simplifiziert und einfallslos. Das eigentlich Überraschende ist, dass Sie auch noch dafür bezahlt werden, dass Sie solche Sprechblasen von sich geben.“
Frasier: „Ethan, von wo rufst du mich an?“
Ethan: „Von zu Hause.“
Frasier: „Falls einige von Ethans Klassenkameraden zuhören: Ihr wisst jetzt, wo er ist, und er kann sich nicht ewig dort verkriechen… Danke für deinen Anruf.“

7. Oktober 1894: Todestag von Edgar Allan Poe

„Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müsste, dann ergäbe das eine Pyramide so hoch wie die von Cheops.“ Dies schrieb der Sherlock-Holmes-Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle über den Einfluß von Edgar Allen Poe auf die moderne Literatur.

Poe wurde als der Fürst der Finsternis bezeichnet, als Meister des Düsteren, bedeutendster Vertreter der amerikanischen Romantik und als Vater der modernen Kriminalromane.

Für den Schriftsteller kam all diese Anerkennung zu spät. Er führte ein Leben in Armut. Reich war es nur an Schicksalsschlägen. Das tragische Leben des Dichters spiegelt sich in vielen seiner Arbeiten. In ihrem Mittelpunkt stehen oft Menschen am Rande des Abgrunds.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert erscheint zu Edgar Allan Poes Geburtstag alljährlich eine verhüllte Gestalt an seinem Grab. Jedes Mal hinterlässt sie an der Ruhestätte drei Rosen und eine Flasche Cognac. Die Rosen sind für seine in jungen Jahren verstorbene Ehefrau und deren Mutter, die die gute Seele im Leben des Dichters war. Der Cognac dürfte wohl nur für ihn bestimmt sein, denn der Alkohol war für Edgar Allan Poe ein ständiger Begleiter.

Prost, E.A.P.!

Links: Werke im Projekt Gutenberg und die schön gestaltete Seite edgarallenpoe.de

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