Kategorie: großes kino – dialoge

Großes Kino – Dialoge XXXI

Es gibt schon gute Gründe dafür, das Berufsleben besser auf Kunden- als auf Dienstleisterseite zu verbringen …

Kunde: „Alles wunderbar. Können Sie noch die blauen Linien aus der Tabelle entfernen?“
Ich: „Natürlich, sehr gerne.“
Kunde: „Gut, ich schicke Ihnen die Datei per E-Mail zurück, damit Sie die Verbesserungen vornehmen können.“
Ich: „Das ist … Also … Ich meine … Ist in Ordnung, ich warte so lange.“

Mehr Kunde-Dienstleister-Dialoge: kunden.ausderhoelle.de

Großes Kino – Dialoge XXX

Peter Zwegat: Ich bin hier heute in Berlin bei Herrn Steinbrück. Obwohl Herr Steinbrück rund um die Uhr arbeitet, kommt er aus dem Teufelskreis der Schulden nicht raus. Herr Steinbrück, über wie viel Schulden sprechen wir denn?

Steinbrück: Dieses Jahr kommen wohl 80 Milliarden Euro dazu.

Zwegat: Was haben Sie denn mit dem Geld gemacht?

Steinbrück: Ich habe ein paar Banken vor der Insolvenz gerettet.

Zwegat: Mann, Mann, Mann.

Geträumte Teledialoge (2009) der FAZ

Großes Kino – Dialoge XXIX

Am Freitag wurde das Steuerpaket der Bundesregierung verabschiedet. Ein Weihnachtsgeschenk?

Ja, für kinderreiche Unternehmer, die ein steuerminderndes Hotel im Ausland geerbt haben. Das ist sicher die große Mehrheit der Deutschen. Vielleicht doch gleich Steuersteigenbergergesetz nennen. Die Unionsfürsten habe Sparsamkeit und Krisenmanagement gepredigt und nicken jetzt Geschenke und Lobbybespaßung ab. 15 Prozent FDP müssen ja für irgendwas schlecht sein.

Die Woche – Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Großes Kino – Dialoge XXVIII

ZEITmagazin: Lesen Sie?

Allen: Nicht viel. Wegen meiner Brille hält man mich für einen Intellektuellen, der darauf brennt, nach Feierabend Kierkegaard zu lesen oder Bleistiftnotizen in Aufsätze über Hegel zu schreiben. Das ist aber ein Irrtum. Mein erstes Buch las ich mit achtzehn. Und zwar nur, um die Mädchen zu beeindrucken. Ich war ein guter Sportler, aber das glaubt mir niemand.

Woody Allen über New York, amerikanischen und europäischen Sex, Roman Polanski und Weihnachten bei den Allens…

Großes Kino – Dialoge XXV

Bundesinnenminister Schäuble hat eine Nominierung von Friedrich Merz zum neuen deutschen EU-Kommissar nicht ausgeschlossen. Der sei „ein guter Vorschlag, keine Frage“, sagte Schäuble. Wirklich?

Friedrich Küppersbusch: Absolut. Nach dem Versuch der CDU bei der letzten Wahl, sich mit nur ein, zwei Merz-Spezial-Dragees umzubringen, gehört der Bursche sicher dort verwahrt, wo die deutsche Politik ihre Problembärchen entsorgt. FDPler Manfred Brunner wurde EU-Kabinettschef, bevor er mit Haider und Kappel rechtsextreme Grüppchen gründete. Wirtschaftsminister Bangemanns Wechsel vom Telefonie-Kommissar zum Vorstand der „Telefonica“ gab Anlass, die Korruptionsregeln der EU zu verschärfen. Die Deutschen haben also einen blamablen Ruf zu verteidigen dort. So gesehen lässt Schäubles Einschätzung Merz an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

Karl-Heinz Kurras war Stasimitarbeiter. Muss die Geschichte der Linken umgeschrieben werden?

Friedrich Küppersbusch: Ja, die Nazi-Stammzellen haben sich in der DDR u. a. zu Blockwart und Stasi entfaltet, in der BRD zu Hetze und völkischen Zeitungen. Spätere Generationen werden die Ähnlichkeit in der Denke etwa der SED („In der DDR konnten sich unsere Frauen nachts in den Park trauen“) und der Springer-Blätter nüchterner erkennen. – Nach Quellenlage ist der Fall Kurras – dumme Waffendeppen konnten beide Systeme offenbar gut gebrauchen – allerdings untypisch; die Stasi erfuhr erst im Nachhinein von seinem Mord.

via: Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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