Kategorie: auf die ohren

Wochenendmusikbeilage

Zwei Keyboards, Gitarre, Schlagzeug und Gesang – fertig ist das Gitarren-Elektro-Ding. Dann gibt man dem Kindchen einen Namen, z.B. Chikinki, und wartet auf den Erfolg. Weil Elektrobeat, das macht man jetzt so. Eine ganz normale Hypegeschichte also. Nuhur: Die Jungs aus Bristol sind gut! "Lick your ticket" heißt der zweite Longplayer and you can Like it or leave it (real media)! Zugabe: Assassinator (quicktime .mov).

Weniger Keyboards, mehr Gitarren: The Hives. It’s only Punk ’n Roll, but i like it. Ebenso. Straight, voller Energie und performed very stylisch. Dass die Band aus einer schwedischen Kleinstadt kommt, kann ich immer noch nicht glauben. Es sei denn, Iggy & the Stooges haben mal eine Ferienfreizeit in Schweden verbracht und ein paar kleine Stooges gezeugt. Two-Timing Touch & Broken Bones (real media).

Wenn audioslave die Supergroup sind, wie soll man dann a perfect circle bezeichnen? Um Tool-Sänger Maynard Keenan und dem ehemaligen Gitarren-Techniker der Band Billy Howerdel herum rotiert die Belegschaft: Ex-Marilyn Manson-Bassist Jeordie White (aka Twiggy Ramirez) und Ex-Smashing Pumpkins-Gitarrist James Iha, Troy Van Leeuwen, Ex-Nine Inch Nail Danny Lohner, Josh Freese, der mit Sting, Chris Cornell und Guns n Roses zusammengearbeitet hat, Paz Lenchantin, die mitlerweile wieder in Bill Corgans Zwan die Instrumente bedient… Mit welcher Mannschaft auch immer, a perfect circle bringen das Blut in Wallung: Judith, Weak & Powerless (real media). Im Oktober gibt’s ein neues Album.

"So die ganz frühen Sachen von Genesis, also mit Peter Gabriel und so, das war noch Musik!" Warum sterben Typen, die sowas behaupten nicht aus, hm? Genesis waren schon immer Scheiße mit oder ohne PG, auf Schlagwerker Phil Collins trifft das ohnehin zu. Meine Meinung. Aber Mr. Sledgehammer himself zimmert seine Alben mit einer Brillianz zusammen, dass einem Angst und Bange wird – ob der eigenen Unzulänglichkeiten. Von den Videos und der Bühnenperformance ganz abgesehen. In your eyes & The Barry Williams Show (quicktime- Stream).

Podsafe Music

"Podsafe music network" heißt der neue Dienst des Podcasting-Pioniers Adam Curry. Musiker können ihre eigenen Songs in eine grosse Bibliothek hochladen, wenn sie sich bereit erklären, dass ihre Musik kostenlos genutzt werden kann. Podcasting-Produzenten können aus diesem Archiv Musik für Podcasts nutzen und die auch gleich online stellen. Ein Ratingsystem soll die Orientierung erleichtern. Feine Sache. Mal schauen, wie es wächst.

Saugen ohne Reue

Unter www.jammin-inc.de hat die Braunschweiger Band JAMMIN INC ihr komplettes neues Album zum kostenfreien Download online gestellt. Plus Booklet, plus Videos, plus … Unbedingt mal reinschauen & hören, denn zu dieser Formation gehören fähige Musiker: „Wir feiern eine riesen Online-Release-Party und alle, ausser GEMA und GVL sind mit dabei. Saugt, rippt, brennt, tauscht, sendet und mixt, was das Zeug hält!“

Wochenendmusikbeilage

Sänger Guy Garvey und seine drei Bandkollegen warteten ganze zehn Jahre bis sie einen Plattenvertrag bekamen. 2001 konnten sie dann endlich ihr Debut "Asleep in the back’" veröffentlichen. Etwas schneller ging’s mit der zweiten Scheibe "Cast of thousends". Großartige Kompositionen, die fesseln und nicht mehr loslassen. Bei mir in einer Reihe mit Travis und Coldplay, aber eigentlich "nur" Elbow: Not a job (real media stream).

Nach drei Jahren Kreativ-Pause hat Beck ein neues Album in den Regalen: Guero. Der Longplayer erinnert stark an das aus Folk, Blues, Funk, Metal und Hip Hop gezimmerte "Odelay", für mich sein bisher bestes Album. E-Pro heißt die erste Single: Den Beastie Boys-Drumsamples von "So What’cha Want" wird ein schlichtes & gewaltiges Gitarrenriff beigemischt, darüber die Rhymes von Beck. Das Video zum Song wurde vom Grafiker-Kollektiv „Shynola“ aus England beigesteuert, das sich durch seine Clips für „Radiohead“ einen Namen machte: Naah-naah-na-na-na-na-naah (quicktime)!

HipHop, Dancehall,  Elektro und Breakbeats – sie ist ein "lebendiges Mixtape": M.I.A., Shootingstar des Jahres. M.I.A. ist Maya Arulpragasam. In Londoner geboren, wächst in Sri Lanka auf; sie erlebt die Bedrohung des Bürgerkrieges im Norden des Landes als Kind eines Rebellenführers. Mit 11 landet Maya  wieder in ihrem Geburtsland, in einer bekanntermaßen rassistischen Kleinstadt – als Flüchtlingskind. Von diesem (Kultur-)Schock, so will es die Legende, kann sie sich nur als Künstlerin und später als DJ und Musikerin erholen. Und wenn, das Gerede vom "Clash der Kulturen" einen Sinn hat, dann hier: Sunshowers (real media stream) & Galang (real media).

Vor zwei Jahren hatten Kettcar ihren Auftritt dort, diesmal sind Tomte dabei: Rheinkultur. Fünf Bühnen, umsonst und draußen & vor meiner Haustür. Aus diesem Anlass – und, weil ich Karten für ihr Bonner Konzert hab – hier der aktuelle Kettcar-Clip: Deiche als .mpg oder .wmv – "Der Kuchen ist verteilt, Du spürst: Krümel werden knapp". Ansonsten: Am zweiten Juli zur Rheinkultur. Unbedingt.

Wochenendmusikbeilage

"River Runs Again" hieß es vor zwei Jahren als Life of Agony nach 6-jähriger Pause zwei Konzerte in New York gaben. Livealbum & Tour folgten und siehe da, die Herrn waren mittlerweile im Studio und lassen es doch wieder seichter angehen als mit "river runs again" versprochen. "BROKEN VALLEY" heißt der neue Longplayer. Nicht grade ein Hammer, tut aber auch nicht weh. "Love To Let You Down" ist einer der besseren Songs und zugleich die erste Single. Hier gibt’s das Video (real media stream).

Ganz ohne Pause kommen System of a down aus. "Mezmerize" ist der Titel des neuen Albums. Produziert von Rick Rubin ist es mal wieder asskickin‘: Ein wilder Stilmix mit bereits gewohntem Dynamik- und Tempowechsel. Hymnische Chöre, schwermetallerne Gitarren-Riffs, Progelemente und zuckersüßer Punkrock … "BYOB" heißt die Single, und auf dem Video (real media sream) ist Sänger Daron Malakian mit einer echt beschissenen Frisur zu sehen.

Weniger Schüttel-dein-Haar-mäßig geht’s bei James Murphy aka LCD Soundsystem zu. Hier wird mit eindringlichen Bassläufen die Tanzfläche gerockt. Sehr gelungen: Das Video (quicktime) zu "Daft Punk Is Playing In My House". Set ‚em up!

Und last but not least Coldplay. Neues Album, neues Single und Video (real media stream): "Speed of Sound". Die können machen, was sie wollen. Wird immmer großartig.