Kategorie: aus der tiefe des netzes

T-Offline

Offen wie ein Scheunentor: die Kundendatenbanken OBSOC der Telekom.
Der Chaos Computer Club (CCC e.V.) hat schwerwiegende Sicherheitsmängel in der T-Com-Datenbank OBSOC (Online Business Solution Operation Center) entdeckt. Ohne größeren Aufwand habe jeder Surfer nicht nur Kunden- und Unternehmensdaten einsehen, sondern auch Ändern können.
Dirk Heringhaus vom CCC hat sich seit Sommer 2003 mit der Sicherheit dieser Vertragsverwaltung beschäftigt und ist auf haarsträubende Sicherheitslücken gestoßen, die er in einem Bericht der Datenschleuder zusammengefasst hat. Zum einen wurden die einzelnen Datensätze nur mit der Vertragsnummer in der Browser-URL referenziert. Somit konnte Heringhaus – einmal authentifiziert – auf alle Kundendaten im OBSOC-System zugreifen und sie Ändern. Zum anderen stellte Heringhaus bei einer genaueren Untersuchung fest, dass viele der T-Com-Mitarbeiter mit Zugriff auf das OBSOC-System völlig unsichere Passwörter verwendeten (Nutzername = Passwort). Dadurch war er in der Lage, Vollzugriff auf T-Com-interne Systeme innerhalb von OBSOC zu erhalten. So hätte er alle Zugangsdaten von T-Com-Kunden einsehen und ändern können.
Hintergrundmaterial und begleitende Berichterstattung sind unter www.ccc.de/t-hack/ nachzulesen.
Wie der SPIEGEL berichtet wurden die entsprechenden Dienste der T-Com vorübergehen abgeschaltet.

Kultur-Flatrate?

Der Attack-Deutschland Mitbegründer Oliver Moldenhauer schlägt im SPIEGEL eine Kultur-Flatrate für’s Internet vor: Fünf Euro monatlich und jede/r kann tauschen, soviel er oder sie mag. Ich denke, das ist eine Vernünftige Alternative zum Digital Rights Management, mit dem der PC-Besitzer Gefahr läuft, vollends die Kontrolle über seinen Rechner und seine Daten zu verlieren.
Das Model der Kultur-Flat wird auch in der Wissenschaft diskutiert. Siehe William W. Fischer oder die Berlin Declaration.

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Wikipedia zum Thema:

Weblog ist ein Kunstwort aus ‚Web‘ und ‚Logbuch‘.

Ein Weblog (auch Blog) ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

In einem typischen Weblog hält ein Autor (‚Blogger‘) seine ‚Surftour‘ durch das Internet fest, indem er zu besuchten Seiten einen Eintrag schreibt. Es gibt aber auch Fach-Weblogs, in denen ein Autor Artikel zu einem bestimmten Thema veröffentlicht. Andere Blogger teilen auf ihrer Webseite Einzelheiten aus ihrem privaten Leben mit. Typischerweise linken Blogger auf andere Webseiten und kommentieren aktuelle Ereignisse. Viele Einträge bestehen aus Einträgen anderer Weblogs oder beziehen sich auf diese, so dass Weblogs untereinander stark vernetzt sind. Die Gesamtheit aller Weblogs bildet die Blogosphäre.

Weblogs sind vergleichbar mit Newslettern oder Kolumnen, jedoch persönlicher – sie selektieren und kommentieren oft einseitig und werden deswegen auch mit Pamphleten des 18. und 19. Jahrhunderts verglichen. Weblogs sind demnach keine Alternative zu (Online-)Zeitungen, sondern eine Ergänzung. Im Idealfall reagieren Weblogs schneller auf Trends oder bieten weiterführende Informationen bzw. Links zu bestimmten Themen. Die meisten Weblogs haben eine Kommentarfunktion, die es den Lesern ermöglicht, einen Eintrag zu kommentieren und so mit dem Autor oder anderen Lesern zu diskutieren.

Mit dem stetigen Wachsen der "Weblog-Welt" nimmt auch die Vielfalt an unterschiedlichsten Weblog-Formen zu. So gibt es weiterhin die "klassischen" Weblogs, aber auch eine wachsende Zahl persönlicher Tagebücher, die als Weblog geführt werden und sich vor allem deren einfach zu bedienende Technik zu Nutze machen. Etliche Weblogs enthalten eine Mischung aus Kommentaren, Netzfunden und Tagebuch-Einträgen und dienen in erster Linie der Unterhaltung oder der persönlichen Selbstdarstellung im Internet.

Charakteristisch für Weblog-Software ist, dass sie es auch einem unerfahrenen Nutzer möglich macht, Webseiten zu publizieren. Weblog-Systeme sind einfache Content Management Systeme, die ein einfaches Einfügen neuer Inhalte sowie die Veränderung bestehender Inhalte auch für Nutzer ermöglichen, die über keine oder nur geringe Webdesign-Kenntnisse verfügen. Die gestalterische Anpassung an die persönlichen Vorlieben des Nutzers lässt sich bei vielen Weblogs mit Hilfe von Templates vornehmen.

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