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Die Bilder der Massenmedien

„Zwischen unserem Denken und der Konstruktion plausibler Medienprodukte besteht ein wesentlicher Zusammenhang: So wie unser Gehirn unsere Umwelt auf verhaltensrelevante Faktoren zuspitzt, so konzentrieren die Medien die Gesellschaft auf einprägsame, starke Bilder. Die von der Medienindustrie perfekt konstruierten Bildwelten erscheinen uns als ‚plausibel‘, weil sie mit unserem Denken in idealer Weise korrespondieren.

Im Zeitalter der Massenmedien bleibt das Erkennen der wesentlichen Umweltelemente nicht länger dem Individuum überlassen, die Konstruktion von Weltbildern ist nicht länger ein Aushandlungsprozess innerhalb einer überschaubaren Gruppe. Die Medienindustrie produziert vielmehr Bilder von der Welt, die den durchschnittlichen Zuschauer ganz unmittelbar ansprechen und ihm auf einer unreflektierten Ebene als plausibel und selbstverständlich erscheinen.

Im Rahmen der Arbeit werden neben sozialwissenschaftlichen auch erkenntnistheoretische und naturwissenschaftliche Ansätze behandelt. In den letzten zwanzig Jahren hat nämlich vor allem das ‚positive‘ Wissen um das „Gehirn und seine Wirklichkeit“ stark zugenommen. Was, wenn sich Kategorien wie ‚gut‘ und ’schlecht‘ als illusionäre Konstrukte erweisen sollten, ersponnen von Nervensystemen als unerhebliche Nebenprodukte ihres eigentlichen Zwecks, der Ermöglichung der Autopoiese des Menschen? Es ist nur allzu leicht, im Angesicht solch desillusionierender Einsichten zu resignieren und alle ‚kritischen‘ Ansätze zu verwerfen.“ Eine Dissertation von Marc Urlen zum Thema „Wie einfache Bilder unser Denken und Handeln bestimmen“: Download

via swens blog