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Wissen deutsche Politiker, wozu Universitäten da sind?

Das fragt sich verwundert der amerikanische Philosoph Richard Rorty in der FAZ.
„Keine bedeutende amerikanische Universität würde auch nur eine Sekunde lang den Vorschlag ernst nehmen, den Umfang ihrer Geisteswissenschaften zu halbieren. Ein solcher Vorschlag eines Ministeriums würde nur als arroganter Versuch gewertet, das kulturelle Klima des Landes zu verändern. Die Mitglieder einer Regierung, die mit einer staatlichen Universität so etwas versuchen würden, dürften sicher sein, sofort als Witzfiguren verspottet zu werden. Alle anderen Universitäten würden ihrer Schwesterinstitution beispringen.“
Schon komisch. Dabei heißt es doch, der Umbau der Bildunglandschaft geschieht nach amerikanischem Vorbild…
Andres Eckert über die Halbierung der Geisteswissenschaften und das „Hamburger Modell“ in der Frankfurter Rundschau. Die taz widmet sich in der Sommerschule dem gleichem Thema und fragt: „Wo bleibt die aufklärerische Funktion der Universität?“

Lebende Tote

Obwohl derzeit von allen Seiten hochgelobt, sei auch an dieser Stelle auf „Zombie“ verwiesen: die neue Platte der Hamburger Band „Kante“. Sie liefern den Soundtrack zur Seelenlage der thirtysomethings im Jahr 2004. Sehr gelungen ist ebenfalls der Webauftritt in der Flash-Version: Kantemusik. Als Einstieg kann ich das Video zur Hymne „Zombie“ empfehlen.

„Wir sehen unmöglich aus, wir sind der Zeit voraus. Wir sind die wunde Stelle – mitten unter Euch.“

Montagsdemos und soziale Frage

In der Berliner Zeitung nimmt Harald Jähner die Demonstrationen gegen Hartz IV zum Anlass, um mit dem Sozialphilosophen Oskar Negt über die soziale Situation in Deutschland zu sprechen.

Negt: „Wenn Menschen sich wehren, weil sie das Gefühl haben, Ihnen wird etwas genommen – ob das objektiv zutrifft oder nicht – bin ich immer zufrieden, weil das stumme Hinnehmen von Sachen, mit denen man nicht einverstanden ist, ein Schaden für die demokratische Verfassung unserer Gesellschaft und ihren Zusammenhalt bedeutet .“
„Sozialismus ist immer auch ein Fantasieprojekt gewesen, das Erarbeitete zu bewahren, zu verteidigen. Angst hemmt Fantasie. Wo die Globalisierungserpressung eine zentrale Rolle spielt, vergrößert sich die Angst lebendiger Arbeit. Wenn das Kapital mit Wegzug droht, droht es der lebendigen Arbeit mit Existenzentzug. So werden Kapital und Arbeit, tote und lebendige Arbeit, in der Tat zusammengeschweißt. Und die Opferbereitschaft der Träger lebendiger Arbeit nimmt gewaltige Ausmaße an.“

Für Krimiautoren in spe

„Alles, was man zu einem guten Krimi braucht, ist ein guter Anfang und ein Telefonbuch, damit die Namen stimmen.“ (Georges Simenon) Und der ewige Raymond Chandler ergänzt: „Im Zweifel: Lass‘ zwei Kerle mit Pistolen durch die Tür hereinkommen.“

Bzw.: Für Krimiautorinnen, Bettina!

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